Waldbaden – mehr als nur ein Spaziergang

Was Waldbaden wirklich ist, wie es sich von einem Spaziergang unterscheidet und welche positiven Auswirkungen am eigenen Körper und im Kopf zu spüren sind —diese und andere Fragen wollten die 3 Stundentinnen in einem Videoprojekt im Rahmen Ihres Studiums klären und beleuchten.

Wir entschieden uns, dies am besten konkret während eines Waldbades – (Waldbaden bedeutet: Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes und achtsames Wahrnehmen der Natur und mir selbst in der Natur mit allen Sinnen) am 26.11.2021 im Faberwald in Nürnberg/Stein mit KommilitonInnen und FreundInnen (Alter zwischen 25-35 Jahren) zu erleben- nach den gültigen 2G-Corona-Regeln.Die Studierenden konnten während 90 Minuten mit der Kamera live dabei sein, um Informationen rund um Wirkungsweise des Waldbadens und die konkreten praktischen Erfahrungen zu erleben und zu dokumentieren.

Warum bin ich heute hier, wie ist mein Stresspegel, was ist mein Bedürfnis und meine Erwartung? Welchen Stress und Ballast möchte ich gedanklich und symbolisch für 120 Minuten loslassen- gelingt mir dies tatsächlich und wie fühle ich mich danach?

Die Antworten seien vorweggenommen: ja und ja- alle Teilnehmenden berichteten bei der abschließenden Austauschrunde, dass Sie sich Zeit für sich selbst und ein anderes Naturerleben nehmen konnten- Sorgen, Alltagsstress vergessen konnten, sich auf die Übungsimpulse und einlassen und sich dadurch am Ende des Waldbades viel entspannter und leichter fühlten. Der individuelle Stress-Pegel war bei allen deutlich reduziert. Die als hilfreich erfahrenen Übungen möchten alle in ihren Alltag integrieren und auch beim Spazieren das Tempo reduzieren, mal in den Himmel und die Baumwipfel schauen und einfach mal nur bewusst atmen.

Hautnah erlebten sie, wie entschleunigtes Gehen den individuellen Stress spürbar reduziert und sich dadurch innere Ruhe und Gelassenheit ausbreitet, wie durch die achtsame Wahrnehmung -Ertasten, Erschnuppern von Borken, Rinden, Moos, Erde, Blättern – ich selbst nicht nur in Kontakt zur Natur, sondern auch wieder in Kontakt zu mir selbst kommen kann oder welche Emotionen und Glückshormone sich bei mir einstellen, wenn ich mit oder gegen den Strom des Wassers schaue oder durch einen farbigen Rahmen die Umgebung betrachte und einen bildlichen Anker in mir schaffen kann.

Durch bewusstes Einatmen der Terpene in der Waldluft konnten alle wieder durch- und aufatmen. Sie spürten, wie die gesamte Waldatmosphäre – Licht, Boden, Farben, leise Geräusche –  uns wieder in Balance entspannt am eigenen Körper. Gut zu wissen, dass gleichzeitig auch unser Immunsystem gestärkt wird- Die Wirkung hält ca. 1 Woche an- spätestens dann darfst du wieder in den Wald- bis bald! Elfi Dressler

Mein Dank geht an:
Das Videoprojekt von den Studentinnen, Vanessa Stäutermann, Stephanie Brunner, Katharina Zweckl, der Fakultät für Medien an der Hochschule in Ansbach und alle TeilnehmerInnen.